Startnummer 4



Portrait Stefano Curiosos

  1. Name des Fantino: Stefano Curioso, genannt „Lupini“ (26 Jahre)
  2. Name des Pferdes: Areion (ca. 7 Jahre)
  3. Viertel, für das geritten wird: San Pietro
  4. Herkunft des Reiters: San Pietro, Schemen
  5. Herkunft des Pferdes: Erworben von den Butteri auf legale Weise in Form eines Wettstreits (Goldene Ebene)
  6. Fellfarbe: Rappe
  7. Wievielte Teilnahme: 1. Teilnahme
  8. Beste Platzierung (mit Viertel): Keine
  9. Sponsor: Die Diebesgilde, die Fischergilde, die Gilde der Fischverkäufer, die Vereinigung der Paketträger und Lastenschlepper, verschiedenes Hafenpersonal
  10. Aus seiner Sicht ist der Palio: „Die Möglichkeit, Ehre für sein Viertel zu erwerben, Ruhm für sich selber zu erwerben und zu beweisen, wozu man fähig ist, sowie anderen, mit denen man konkurriert, ein Schnippchen zu schlagen und durch Geschick, Ausdauer und das bessere Training zu gewinnen.“

Wappen San Paolos

San Pietro hat eine große Regattatradition, beim Palio indes kann das Quartier nicht mit solchen Glanzleistungen aufwarten. Die Fischer sind von Natur aus eher weniger für das Pferd zu begeistern, und gute Fantini kamen meist nie aus San Pietro selbst. Seit 1361 entsendet das Viertel einen Reiter, konnte aber nicht ansatzweise solche Erfolge heimholen wie die anderen - von den vier Stadtteilen hat es die wenigsten Palii erringen können, liegt aber zumindest immer noch vor den Republikstädten, wenn auch Borghetto in den letzten Jahren Boden gut gemacht hat, und den Schlüssel einzuholen versucht.
Am offensichtlichen ist wohl bei der Re-Organisation des Palio in der Zweiten Republik die fehlende Bedeutung San Pietros deutlich geworden, als die traditionelle Startnummer 3 mit jener San Paolos gewechselt wurde, und man seither die 4 trägt. Die Anhänger Sankt Peters haben einen schweren Stand gegenüber den anderen Bewerbern, aber sie sind nicht minder leidenschaftlich und kampfbereit, die Ehre ihres gescholtenen Viertels zu verteidigen.

Expertenmeinung:

über Stefano Curiosos Reitkünste ist nur wenig bekannt. Tatsächlich ist dies sein erster Palio, und bisher ist mir kein Turnier untergekommen, wo er teilgenommen hätte. Daher kann ich mich zu diesem Teilnehmer nur ausschweigen. San Pietro wird allerdings seine Gründe haben, diesen jungen Mann an die Stelle von Fisico zu setzen, der langjährig das Fischerviertel vertreten hat. Ist hier vielleicht mit einer überraschung zu rechnen? Eher nicht, denn es fehlt einfach die Erfahrung. Erfahrene Fantini wie as-Sabbah, Albizzi aber auch del Ponte dürften ihn schon in die Mangel nehmen, und Reiter wie Fisico behindern. Der Mann aus den Schemen sollte aufpassen, auf was er sich da eingelassen hat.