Startnummer 1



Portrait Ottavio Dandolos

  1. Name des Fantino: Ottavio Faustino Leonardo „Il Malcontento“ Dandolo (22)
  2. Name des Pferdes (Alter): Tuono (unbekannt)
  3. Viertel, für das geritten wird: Città Antica
  4. Herkunft des Reiters: Venedig; derzeit Città Antica, Altstadt
  5. Herkunft des Pferdes: Borghetto
  6. Fellfarbe: Rappe
  7. Wievielte Teilnahme: 1. Teilnahme
  8. Beste Platzierungen (mit Viertel): Keine
  9. Sponsor: Markthalle, Städtische Universität
  10. Aus seiner Sicht ist der Palio: „Ein Wettkampf mit allen Mitteln.“

Wappen der Città Antica

Die Città Antica hat eine große und alte Palio-Geschichte vorzuweisen. Dies hat mehrere Gründe: von allen Vierteln ist es am meisten dem Land verbunden, und liegt auch den Landschaften der Hügel und Haine, sowie der Goldenen Ebene am nächsten. Zudem hatte die hier ansässige Oberschicht, und insbesondere das Patriziat der Zwölf Familien immer ein Interesse am Reitsport, sowohl zum privaten Vergnügen, zur Jagd, wie zum militärischen Zweck.
Die Altstadt ist in der Palio-Geschichte nicht nur seit jeher dabei, sondern auch sicherlich am erfolgreichsten gewesen, was die Stellung der Fantini betrifft. Sie hat die meisten gewonnenen Palii zu verzeichnen. Einige der besten Fantini in den letzten zweihundert Jahren ritten für dieses Quartier. Der letzte große Fantino war dabei Julius Capuletti, der zweimal den Palio gewann, nach dessen Abtreten man aber verzweifelt nach einem würdigen Nachfolger sucht.

Expertenmeinung:

Für die Città Antica tritt erstmalig Ottavio Dandolo an, nachdem Raphael di Thesing (heute: Raffaele di San Trovaso) diese Position das letzte Mal übernommen hat. Gleich zwei Wechsel in zwei Rennen für die Säule, welche einst zu den besten Rennställen der Republik gehörte. Dandolo ist bereits der Kapitän der Regattamannschaft dieses Viertels, nun soll es also der Palio sein. Das erscheint nicht sonderlich vielversprechend. Ich bleibe dabei: der Verlust Julius Capulettis ist für die Altstadt nicht auszugleichen. So einen Reiter — und so ein Pferd — sieht man nur einmal in zwanzig Jahren. Es bleibt zu hoffen, dass die Città Antica nicht so eine Blamage erleidet wie zuletzt 1559, als das Pferd nicht einmal ins Ziel kam.